Der Verband Kinder- und Jugendarbeit

Lebenswelten - Bildungswelten

FORUM für Kinder- und Jugendarbeit, Ausgabe 2 / 2010

Mit Beiträgen unter anderem von:

  • Timm Kunstreich
  • Christian Gödel
  • Ursel Becher
  • Wiebke Kahl
  • Sabine Brinkmann, Mauricio Wertheim
  • Olaf Sobczak
  • Christian Schrapper, Vanessa Schnurr
  • Dirk Audörsch
  • Hans Wocken
  • Alexander Bentheim, Hans-Jürgen Wielsch

und vielen Anderen.

Inhaltsverzeichnis und Impressum hier ...


Liebe Leserinnen und Leser!

Lebenswelten sind Bildungswelten, Bildungswelten sind Lebenswelten. Beides stellt sich für jedes Kind, jeden Jugendlichen und jeden erwachsenen Menschen anders dar – abhängig von der Person, ihren persönlichen Ideen, Kräften und Weltsichten, ihren Milieus, ihren familiären Traditionen, dem sozialen und materiellen Status der Eltern. Bildungs- und Lebenswelten sind vielschichtig, individuell, höchst persönliche und der Prozess der Aneignung ist offen, nie ganz abgeschlossen. Dennoch bleiben verschiedene Bestandteile wie auch Wege, Pfade und Tore in den „Bildungslandschaften“ den einzelnen Menschen und Gruppen in unterschiedlichem Maß verschlossen. Diese für „unsere“ Mädchen und Jungen zu öffnen bzw. zu erweitern, ist eine der Kernaufgaben der Kinder- und Jugendarbeit, auch in gemeinsamen Projekten mit Schulen oder anderen Akteuren im Umfeld unserer Arbeit.

In diesem FORUM stellen wir die Themenfelder Sozialraum, Lebenswelt und Bildung als unmittelbar zusammenhängend vor. Denn wir gehen davon aus, dass es zukünftig weiter darum gehen wird, den Bildungsbegriff zu ent-institutionalisieren, offene Bildungslandschaften“ als Kontrapunkt zur klassischen und isoliert arbeitenden Bildungs-Einrichtung mit Leben zu füllen.

Im Kontext des Holger-Cassens-Preises, der unter der Überschrift „Bildung als gemeinsame Aufgabe“ das Ziel verfolgt, Ausgrenzungsprozessen entgegenzuwirken, dokumentieren wir in diesem FORUM mehrere interessante Beiträge und Projektvorstellungen. Abgeschlossen wird dieser Block durch ein Interview mit Holger Cassens selber, in dem er Auskunft über seine Motive gibt, eine Stiftung zu gründen und seine Wahrnehmung der Lebenssituation benachteiligter Kinder- und Jugendlicher skizziert – das alles aus der Sicht eines Hanseaten, der, wie er im Interview erklärt „jede Menge Glück“ in seinem Leben hatte.

Mit den eher dunklen Seiten schulischer Verfahrensweisen setzt sich unter der Überschrift: „Kein heißer Stuhl in Hamburgs Schulen“ ein Beitrag zu schulischen „Erziehungsmaßnahmen“ auseinander. Mit ebenfalls kritischem Blick auf die Kehrseiten der Hamburger Schulpolitik beschreibt Hans Wocken – engagierter Pädagoge und Wissenschaftler und ausdrücklich gegen jede Form von Sonderbeschulung – aus seiner Sicht notwendige Schritte zur Integration und Inklusion von Kindern mit „besonderem Förderbedarf“ in die Regelschule.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Manuel Essberger, Maria Kalde und Leonie Werner

 

Ausgewählte Beiträge zum Download: